Bauern aus der Stadt


besser spät als gar nicht oder der nächste Winter kommt bestimmt

12.02.2015 07:51

und wie aus dem nichts war er da! Der Winter! und mit ihm?

Der Simon! Unser Schotte für drei Wochen, hier auf der wahrscheinlich größten Parkbank in Meck-Pomm ( ein Sonntagsausflug- sehr zur Freude unserer Tochter, erst war es kalt, dann langweilig und dann hatte das Eiskaffee geschlossen). Mitten im Winter dachte sich Simon er wooft mal ein wenig in Deutschland und wir kamen ihm gerade recht. Er uns natürlich auch. Denn es gibt immer was zu tun und nicht zu knapp! Besonders bei uns, wo noch immer so vieles auf Anfang steht. Zum Beispiel unsere Tiere, die großen. Immer dieser Schnee, kein richtiges Heim ( nur unser Pferdeanhänger ) und wenn der Schnee weg ist ist alles voller Matsch. Nein, wir brauchten eine Alternative fürs Nichts und die heißt " Offenstall " - und da der Simon schon mal da war haben wir auch gleich losgelegt. Zuerst die Stützen in den Boden und die Pfosten in die Höh. Quer und längst versteift  und oben Dachlattung drauf. Da mußte Simon uns dann auch leider schon wieder verlassen, weil sein Bruder früher als gedacht heirateten wollte. Er wäre so gerne noch geblieben ( Holz hacken, Ställe bauen, Bäume beschneiden, den Kamin füttern und jeden Tag Gitarre spielen. Das hat ihm und uns gefallen , wenn auch für gemeinsame Sessions nicht viel Zeit war), aber die Mama wollte schon,  dass er bei der Hochzeit dabei ist. Er sollte ja auch ursprünglich der " bestmen " sein! Der Trauzeuge. Aber er wollte nicht vor hunderten von Leuten eine Rede halten müssen. Stimmt! Viel geredet hat er nicht. Lag vielleicht auch an meinen English- und seinen Deutschkenntnissen. Aber es war sehr nett mit ihm.

Trotzdem mußte der Stall fertig werden, denn die Mira, unsere Milchziege, ist mittlerweile hochträchtig  und der Schnee kam zurück und ständig büxte die Herde aus, weil der Schnee den Zaun etwas runterdrückte und der Stromfluß nicht mehr sehr stark zu spüren war. Drum alle alten Dachsteine zusammengesucht und aufs Dach gelegt.

(ein lustig Selfi mit Schnauzer und Eierkopp)

Mit dem Restholz vom Scheuenausbau und alten Blechplatten von der guten Renate Folk ( Nachbarin, zwei Häuser weiter ) haben wir dann den Stall fertig gebaut.

OK. Schön ist anders aber wir hatten kein Geld dafür und mit Ausnahme der Stützen im Boden war alles Material schon da, gebraucht oder wurde uns geschenkt. Denn Tieren jedenfalls gefällts! Nach tagelangem Beobachten, konnten Sie endlich ihr neues Zuhause in Beschlag nehmen.

Seht, die dicke Mira da hinten ( es geht bestimmt bald los!)

Was ist denn neben der Hütte?

Und jetzt alle!

Euch dann noch eine schöne Woche! bis denne

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