Osterhasi, Nikolausi, nein Osterhasi.... oder, ist das ein Kommen und Gehen und Bleiben
Fast ein Jahr ist es her, dass wir in Muse vor dem Rechner saßen und Zeitzeugnis schufen. Seitdem hatte es die Zeit entweder zu eilig oder wir sind zu langsam geworden. Wahrscheinlich werden wir mit fortschreitender Reife auch abends einfach früher müde. Jedenfalls ist viel passiert. Vieles wurde angefangen, vieles noch nicht beendet, Die Jahreszeiten wechselten sich ab, die Tiere kamen und gingen, einige blieben. Die ersten Boten im neuen Jahr sind bei uns die Ziegenkitze! Letztes Jahr noch beim spielen mit Papa Elvis,
wurde Julius bereits Herr seiner eigenen Herde ( hoffen wir jedenfalls ) und Priscilla Mutter!

Auch Mira war wieder fleißig und bescherte uns zwei neue Leben, leider auch so früh im Jahr, dass wir John Boy nur mit der Flasche, in unserer Küche, über den Berg brachten.

Und als er dann zum ersten Mal gelaufen ist, da waren wir mächtig stolz und glücklich.

Mittlerweile ist er wieder mit seiner Schwester und seinem Cousin vereint und sie haben mächtig Bock 
auf der Weide. Besonders Fee ( oder "Tinkerbell" wie unsere Tochter immer sagt ). Sie ist so schlau und steigt dem Schafbock beim Fressen aus der Heuraufe auf den Rücken, um das frische Heu oben zu fressen und nicht das runtergefallene unten, wie die kleinen Kerle!

Der letzte Sommer war heiss, und ewig trocken. Unser Feld ist wassertechnisch ja nicht so erschlossen. Für uns bedeutete dass täglich zweimal mit der Gießkanne 300 Zucchini und Kürbispflanzen gießen bis sie so groß waren und tief gewurzelt hatten, dass sie aus dem fetten Lehm, der oben aussah wie ein ausgetrocknetes Flußbett in Afrika, genügend Wasser ziehen konnten. Als Wasserspeicher ist der Lehm unschlagbar. Zum Bearbeiten ist er eine Quahl. Nass ist er zu klebrich, trocken zu hart, und dazwischen ist selten. Aber er ist sehr fruchtbar und wir sind froh das wir ihn haben.
Auch Wwoofer kreutzten wieder unseren Weg. Nikolai aus Frankreich bezog im August unseren Wohnwagen .

Er sah nicht nur so nett aus, er war es auch. Es war ein angenehmes Zusammenleben und arbeiten, es war nur viel zu schnell vorbei. Da sein Vater in Frankreich schwer erkrankte mußte es bereits nach einer Woche wieder abreisen. Da hatten wir gerade einmal zwei Formen für die Punktfundamente für den Wintergarten gebaut.
und 
Zum Glück hatte Söhnlein Brillant Zeit und half ordentlich mit.

So nahm das ganze dann Gestalt an,

Gedämmt wurde mit unserer guten Schafwolle!

Ihr erinnert Euch? Der Sommer war heiß!
Die Schafe wurden ausgezogen.

Die Wolle haben wir an die Balkenkonstruktion getackert und dann die Rahmen rein.
Wir, das waren in diesem Fall Sebastian und ich. Sebastian ( einer der drei Gebrüder Patenonkel die wir für unsere Tochter ausgesucht hatten) erklärte kurzerhand dieses Projekt zu unserem Projekt und half so oft mit wie die Witterungsverhältnisse erträglich waren. Einen ganz großen Dank dafür und darauf angestoßen ( Gin Tonic oder wahlweise Gin Lemon)!

Die Fensterrahmen und Fenster hatten wir geschenkt bekommen von der Firma Thomas Steinberg aus Milow. Die Fassadensanierung zur Wärmedämmung eines Kindergartens machte es möglich. Die alten Fenster mußten raus und wir brauchten Sie nur noch abzuholen. Was für ein Glück und Geschenk.
Die angekündigte Betriebsprüfung vom Finanzamt und die damit zusammenhängende Rekonstruktion meiner Buchführung für die Jahre 2012, ..13 und ..14 ( die alte wurde mir zusammen mit meinem Notebook aus dem Auto entwendet), verhinderte die so einiges! So ist das Thema Wintergarten immer noch nicht abgeschlossen, das Wohnzimmer ( oder der " Wohnflur " wie wir gerne sagen ) ist immer noch eine Baustelle ( hat aber zu Weihnachten anderhalb neu gestrichene Wände bekommen), aus einer Melange aus Eier, Öl, Quark und Wasser,

und unser neues Dorf-Projekt " Galloway-Herde " ( zusammen mit Ingmar und Martin aus dem Dorf) wurde immer weiter nach hinten verschoben. Die Koppel erst sehr spät gebaut und Mailo ( ja, so war und ist tatsächlich sein Name ) ist erst im Januar zu uns gekommen.

Wir haben ihn aber schon sehr gerne! Er darf bleiben und sich mehren!
Sie aber mußte gehen,

lecker wars,

und Weihnachten.
Bis balde
Der Osternachtrag: Pünktlich zum Fest ist der Wintergarten ( jedenfalls von außen) fertig geworden!
OK. Die Türen sind noch nicht geputzt, und die Klinke ist nicht die Schönste eine aber das ist jetzt erst einmal egal.
Nicht egal ist, dass die Sonne nicht scheinen will! Das ändert sich hoffendlich zu Ostern damit unsere Pflänzchen auch schön wachsen können.


















Der Winter! und mit ihm?
Immer dieser Schnee, kein richtiges Heim ( nur unser Pferdeanhänger ) und wenn der Schnee weg ist ist alles voller Matsch. Nein, wir brauchten eine Alternative fürs Nichts und die heißt " Offenstall " - und da der Simon schon mal da war haben wir auch gleich losgelegt.
Zuerst die Stützen in den Boden und die Pfosten in die Höh. Quer und längst versteift
und oben Dachlattung drauf. Da mußte Simon uns dann auch leider schon wieder verlassen, weil sein Bruder früher als gedacht heirateten wollte. Er wäre so gerne noch geblieben ( Holz hacken, Ställe bauen, Bäume beschneiden, den Kamin füttern und jeden Tag Gitarre spielen. Das hat ihm und uns gefallen , wenn auch für gemeinsame Sessions nicht viel Zeit war), aber die Mama wollte schon, dass er bei der Hochzeit dabei ist. Er sollte ja auch ursprünglich der " bestmen " sein! Der Trauzeuge. Aber er wollte nicht vor hunderten von Leuten eine Rede halten müssen. Stimmt! Viel geredet hat er nicht. Lag vielleicht auch an meinen English- und seinen Deutschkenntnissen. Aber es war sehr nett mit ihm.
(ein lustig Selfi mit Schnauzer und Eierkopp)
OK. Schön ist anders aber wir hatten kein Geld dafür und mit Ausnahme der Stützen im Boden war alles Material schon da, gebraucht oder wurde uns geschenkt. Denn Tieren jedenfalls gefällts! Nach tagelangem Beobachten, konnten Sie endlich ihr neues Zuhause in Beschlag nehmen.
Seht, die dicke Mira da hinten ( es geht bestimmt bald los!)
Was ist denn neben der Hütte?





Lehm ran,

dann Sack für Sack mit dem Handrührer den Estrich 
OK, die Wände sind alle noch im Rohzustand aber was soll's. Wir brauchen ja auch im nächsten Jahr noch Herausforderungen ( Keuch, Schreck, Ächz )!
( rülps)
unsere Pommerschen Schafe, Mira
unsere Milchziege, mit der feinsten Ziegenmilch ever und
einfach nur schön, stattlich und verschmust, zu uns.
(man beachte die Spitzenstrumpfhose )
und unbedarft wie wir sind, haben wir nicht mitgekriegt weshalb Grace so unglaublich unruhig war. Das Ergebnis sah dann so aus!
und der Grund der Unruhe so!

Eine Invasion von kleinen Schnatterinchens. Keine Ahnung wieviel. Sie wuseln ständig hin und her. Mal bei den Muttis
und mal auch alleine
Sind ja alles Zwillinge! Mehreiige natürlich. Wer jetzt aber am 2.5 und wer am 3.5 Geburtstag hat, können wir nicht sagen ( böse Zungen behaupten ja: " das sie den Geburtstag eh nicht feiern " ). Jedenfalls ist es auch einmal an der Zeit unseren Friederich zu loben, denn von all den Eiern ( irgendetwas zwischen 35 und 40) waren nur DREI Blingänger dabei. Und hier ist er
Friederich der Große auf seinem Ausguck! Applaus!!!
und Glucki 2,. Es ist auf jeden Fall ein fruchtbares Jahr ( bei unseren Nachbarn, brütete die Glucke 15 von 16 möglichen Kücken aus), und jetzt weitermachen. Bis denne
.
Decke ab
Es gibt noch mehr zu tun. Zum Beispiel unser zweites kleines Folienzelt fertig zu stellen. Nach zwei Tagen Rest schweißen ( inclusive Schweißbrand im Gesicht), Graben ausheben und Folie spannen hatten wir es geschafft! Ganz alleine.
und die, die letztes Jahr mitgemacht hatten, wissen was es heißt diese Folie nur zu zweit rüber zu ziehen und zu spannen. Das hatte jedenfalls geklappt.
Sie legten also doch und weil wir nicht wußten wie alt die Eier sind haben wir sie markiert. Sie legen und legen immer mehr, es kommen auch noch ein paar Daunen dazu
und seit gestern hat sich Rosalie gesetzt und brütet! Es gibt also bald Entenkücken!!! ( hoffendlich sind nicht soviele Blindgänger dabei).
und dann den Rest
Ein bißchen mühen mußte sich der Schlepper schon. Schwerer Lehmboden und zwei Scharre, aber er hat es geschafft und demnächst gehts endlich ans grubbern! ( Mal sehen was man da alles falsch machen oder was schief gehen kann ) Ohne Ingmar hätte ich ganz schön dumm aufs Feld geguckt. Danke Ingmar! Erst der Papa, jetzt der Sohn, so selbstlos helfend. Toll, oder? Bis denn
ganz zart schiebt sich ein Hälmchen durch die schwarze Decke. Ein Tomatenhälmchen und da,
noch eins und noch eins. Es geht schon wieder los. Die ersten warmen Tage und schon geht es los. Die ersten Kulturen werden vorgezogen, die Anbauflächen müssen vorbereitet, der zweite kleinere Folientunnel muß endlich fertig gemacht, der große Folientunnel repariert, der Anbauplan geschrieben und die Samen bestellt werden. Nebenbei natürlich die Tiere nicht vernachlässigen, das Dach endlich dämmen und sanieren. Da hat die Stunde nur 60 Minuten, und das soll reichen?! Werden aus so kleinen Pflänzchen 3-4m hohe Tomatenpflanzen?, wachsen die Hühner noch? Ja, und endlich dürfen sie auch raus! Zu den richtig großen Hühnern. Sie fressen und scharren und sind stolz wie Bolle ( erinnert mich so ein bißchen an die Zeit als ich endlich in die Schule kam und nicht mehr zu den kleinen gehörte ( obwohl ich in der Schule dann mitbekam, dass wir glatt die kleinsten waren ) Aber hallo, Schulkind! Aber hallo richtiges Huhn!
und abends, sitzen sie auch alle brav auf der Stange und schlafen unter Gluckies großen Flügeln.
da ist die Natur noch in Ordnung, da funktioniert noch alles biologisch, natürlich. Apropo in Ordnung und biologisch, natürlich:
Der grüne Streifen, das sind wir und der gelbe sind die anderen. Und das soll es für heute mal gewesen sein! Bis denne